Kunst kaufen soll gelernt werden

Die allerwichtigsten Tipps für jeden Neueinsteiger im Kunstsammeln

Je besser deine Kunstwissen ist, desto besser wird auch deine Kollektion sein.

1. ) Finde heraus was du magst und was künstlerischen Wert hat.

Ich rate dir Museen und Kunstausstellungen zu besuchen, um dich mit den verschiedenen Stilrichtungen und Kunstepochen auseinanderzusetzen. Hier kann dir auch das Internet behilflich sein. Es gibt zahlreiche Webseiten zu dem Thema, wie zum Beispiel kunstplaza, diese können eine wunderbare Quelle sein, um einerseits seinen Geschmack zu finden und andererseits unbekannte Künstler kennen zu lernen. Du bist zum Beispiel wahrscheinlich auch schon einmal über einen aufsteigenden Künstler gestolpert, weil du dir eine der Galerien angeschaut hast. Die Rema Hort Mann Stiftung zeigt immer wieder Galerien von Künstlern, die in New York oder Los Angeles unterstützt werden. In vielen Fällen wirst du merken, dass du von deinen anfänglichen Präferenzen abweichen wirst – manchmal ist dies nach einer Recherche oder kurz bevor du das erste Mal Kunst kaufen wirst der Fall. Manchmal ist es aber auch leider erst nach deinem ersten Kauf der Fall, wenn du merkst, dass dein Geschmack sich doch geändert hat. Er ist vielleicht anspruchsvoller geworden und du findest plötzlich abstrakte oder konzeptionelle Kunst besser, denn für diese Art von Kunst entscheiden sich die meisten erst nach dem ersten Kauf.

2.) Stelle fest, was du kaufen möchtest:

Willst du etwas kaufen, weil du es liebst oder einfach, weil du denkst, dass es großartig ist? Oder kaufst du etwas, weil du es liebst, aber insgeheim auf ein Investment hoffst? Es gibt viele verschiedene Arten von Käufen in der Welt der Kunst.

Wenn du es kaufst, weil du es liebst, wird dir so manches leichter fallen. Du musst nur prüfen, ob du es dir auch leisten kannst und ob der Preis für deine Leidenschaft angemessen ist oder nicht. Wenn du mit einem Auge auf eine Wertsteigerung schielst, damit der Kauf als Langzeitinvestment taugt, wirst du es um einiges schwerer haben. Für einen Einssteiger in Sachen Kunstsammlung, ist es wichtig zu wissen, dass viele Faktoren bei der Beurteilung des Wertes eines Werkes eine Rolle spielen. Eine Arbeit auf Leinwand ist beispielsweise meist immer wertvoller, als eine Arbeit auf Papier – auch wenn sie vom selben Kühnster stammt. Wichtig ist auch zu wissen, ob es sich um eine Serienproduktion oder ein Einzelstück handelt.

 

3.) Lege dein Budget fest.

Du musst immer dein Budget im Hinterkopf behalten. Du musst wissen, was du dir leisten kannst, auch wenn du meist trotzdem mehr ausgeben wirst. Meistens bereue ich nicht die Werke die ich gekauft habe, sondern die Stücke, die ich mir nicht gekauft habe. Es waren Werke, die leicht über meinem Budget waren und deswegen nicht erworben wurden – obwohl ich sie beliebt habe. Ist die Chance weg, bleibt sie es meist für immer. Wenn du von einem Werk überzeugt bist, dann vertraue deinem Bauchgefühl und kauf es! Wie meine Großmutter immer sagte: Ware Liebe hält ewig. Setze dir also ein Budget und zögere nicht es auch zu übersteigen. Man weiß nie, was man an Versicherung oder Versandkosten zahlen muss. Wenn man es also wirklich mag und der Preis über dem Budget liegt, sollte man sein Budget einfach ein wenig „strecken“. Das Leben ist zu kurz um bei den wichtigen Dingen zu knausern.

 

4.) Mach deine Hausaufgaben!

Die Welt der Kunst kann einen schnell überfordern. Suche dir deswegen Rat bei Kunstkennern. Umso mehr Erfahrungen du sammeln kannst, umso besser. Es kann dir helfen Freunde zu finden, die selbst Kunstkenner sind!